Staatliche Realschule Freyung

Ein Tag, der in Erinnerung bleibt

75 Jahre Realschule Freyung – Ein besonderer Jubiläumsausflug nach Passau verbindet Lernen und Erleben

Es war ein Tag, den wohl viele nicht so schnell vergessen werden: Zum 75-jährigen Bestehen der Realschule Freyung reisten über 500 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften nach Passau. Die Dreiflüssestadt bot nicht nur beeindruckende Kulissen, sondern vor allem eines – ein erlebnisreiches Lernabenteuer, das Geschichte, Kultur und Kreativität auf besondere Weise miteinander verband.

Gemeinschaftsbild Dom

Beeindruckendes Orgelkonzert im Passauer Dom - extra für unsere Realschule

Bereits im Mai hatte die Schule ihr Jubiläum mit einem großen Festakt und einer ebenso bunten SchuYduit gebührend gefeiert. Der nun stattgefundene Ausflug bildete den festlichen Abschluss und das große Finale des Jubiläumsjahres.

Musik, Wasser, Geschichte – ein vielseitiges Programm

Der Start hätte eindrucksvoller kaum sein können: In der prachtvollen Kulisse des Stephansdoms lauschte die gesamte Schulfamilie einem Orgelkonzert auf der größten Domorgel der Welt. Die Klänge beeindruckten viele Zuhörerinnen und Zuhörer und sorgten für eine besondere Atmosphäre und Einstimmung zu Beginn des Ausflugs.

Nach diesem feierlichen Einstieg ging es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine gemeinsame zweistündige Dreiflüsserundfahrt. Vom Schiff aus konnte man die Schönheit der Stadt, ihre Architektur und die Zusammenflüsse von Donau, Inn und Ilz aus einer völlig neuen Perspektive erleben.

Lernen in jahrgangsspezifischen Programmen

Am Nachmittag erkundeten die einzelnen Jahrgangsstufen die Stadt auf jeweils altersgerechte und thematisch abgestimmte Weise. Die 5. Klassen machten sich auf den Weg zur Veste Oberhaus. Dort erhielten sie eine kindgerechte Führung durch die historische Burganlage. Besonders gefragt waren anschließend Teamgeist und Kombinationsfähigkeit beim Burgrätsel, das spielerisch zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der Festung einlud.

Die vier 6. Klassen besuchten im Rahmen eines Schulausflugs das Römerkastell Boiotro in Passau. An verschiedenen Stationen lernten sie Wissenswertes über das römische Reich, den Aufbau eines Kastells und das Leben der Legionäre. Besonders beeindruckte die Schülerinnen und Schüler ein 10 kg schweres Kettenhemd sowie die Geschichten über den heiligen Severin. Der Ausflug bot viele spannende Eindrücke auch in die römische Küche damals und vermittelte den Kindern so anschaulich Wissen über die Römerzeit.

Bild Romermuseum

Mit einem ganz anderen, aber ebenso aktuellen Thema befassten sich die 7. Klassen: Bei einer Hochwasserführung durch die Passauer Altstadt stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Stadt mit der wiederkehrenden Bedrohung durch Hochwasser umgeht – früher wie heute. Passend zum Thema war an diesem Tag tatsächlich ein leichtes Hochwasser zu beobachten, das den theoretischen Teil der Führung auf anschauliche Weise ergänzte.

Die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe erlebten bei einer interaktiven Stadtführung durch die Passauer Altstadt eine lebendige Geschichtsstunde. Entgegen dem äußeren Anschein prächtiger Barockfassaden und imposanter Bauten, die eine einst mächtige Bischofsstadt erahnen lassen, erfuhren die Jugendlichen, wie Passaus Glanz schwand und welche Faktoren einen vollständigen Zusammenbruch verhinderten. Die Führung beleuchtete die Spuren wirtschaftlichen Niedergangs und bot tiefe Einblicke in die Vergangenheit der Stadt. Besonders ansprechend war die Einbeziehung der Schüler, die in die Rollen berühmter historischer Persönlichkeiten schlüpften und so die Unterrichtsinhalte hautnah in den Gassen der Altstadt erlebten. Das große Interesse der Jugendlichen zeigte, wie Geschichte durch interaktive Formate lebendig wird und den Bezug zum Lehrplan stärkt.

Bild Stadtfuchs

Künstlerisch und handwerklich wurde es für die 9. Klassen. Sie besuchten zunächst kunst- und architekturhistorisch bedeutsame Orte in der Stadt und arbeiteten anschließend im Kulturmodell Bräugasse selbst kreativ. Unter professioneller Anleitung fertigten sie eigene Lithografien an – eine traditionelle Drucktechnik, die vielen erstmals praktisch zugänglich wurde. So entstanden kleine Originalkunstwerke, die mit nach Hause genommen werden konnten.

Schule als Ort des gemeinsamen Erlebens

Für Schulleiterin Ursula Stegbauer-Hötzl war dieser Tag weit mehr als nur ein Ausflug: „Gerade zum Jubiläum wollten wir zeigen, was Schule leisten kann – nämlich Lernen, Gemeinschaft und regionale Verbundenheit zusammenzubringen.“

Am Ende des Tages kehrten alle mit vielen nachhaltigen Eindrücken, Erlebnissen und kleinen Kunstwerken im Gepäck nach Freyung zurück – erfüllt von einem besonderen Gemeinschaftsgefühl. Der Jubiläumstag in Passau zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig Schule heute sein kann.

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